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Inhalt

Der 16-jährige Tyler führt ein glückliches Leben in einer amerikanischen Kleinstadt, die vor zehn Jahren von einem Serienkiller heimgesucht wurde. Der sogenannte "Clovehitch Killer" tötete mehrere Frauen, die er stets gefesselt an seinen Tatorten hinterließ. Eines Tages findet Tyler im Auto seines Vaters das Bild eines jungen strangulierten Mädchens. Schockiert von diesem Anblick keimt in ihm der Verdacht, dass eventuell sein Vater der langgesuchte "Clovehitch Killer" sein könnte. Mithilfe der gleichaltrigen Kassi geht er seiner Eingebung nach, um eine ungeheuerliche Wahrheit ans Licht zu bringen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Der als BTK-Killer bekannt gewordene Dennis Rader erfreut sich vor allem in den Vereinigten Staaten massiver Popularität. In Deutschland gerät man momentan wieder durch die zweite Staffel der Netflix-Serie Mindhunter in Berührung mit dem US-amerikanischen Serienmörder, der zwischen 1974 und 1977 sowie 1985 und 1991 mindestens zehn Menschen umgebracht hat. Seine Vorgehensweise erschließt sich dabei direkt aus seinem Namen: B(ind), T(orture), K(ill). Also fesseln, foltern, töten. Erst im Jahre 2005 erhielt die Polizei den letzten nötigen Hinweis, um Rader endlich überführen zu können. The Clovehitch Killer von Duncan Skiles (Reggie Watts: Why Shit So Crazy) hat sich nun merklich von den Taten des BTK-Killers inspirieren lassen und führt uns geradewegs in die Kleinstadt Clarksville, die vor Jahren von einem Serientriebtäter heimgesucht wurde.

Die Taten liegen aber bereits so weit in der Vergangenheit zurück, dass der 16-jährige Tyler (Charlie Plummer, Alles Geld der Welt) sein Wissen über die Existenz dieses bis dato ungefassten Mörders nur durch Erzählungen oder den alljährlichen Gedenkfeiern anlässlich der Opfer des sogenannten Clovehitch Killers bezieht. Clovehitch, weil die Frauen, die getötet wurden, durch den Webeleinenstek-Seemannsknoten bewegungsunfähig gemacht wurden. Duncan Skiles und sein Drehbuchautor Christopher Ford (Spider-Man: Homecoming) geht es hier nicht darum, die Faszination für Serienkiller zu befeuern und ein neuen (respektive einen bestehenden) Mythos weitergehend zu befeuern. Stattdessen funktioniert The Clovehitch Killer als nüchternde Mischung aus Provinz-Portrait, Coming-of-Age und Vater-und-Sohn-Geschichte. Die Bedrohung ist erst nur unterschwelliger Natur, aber sie ist bereits in den alltäglichen Bestandsaufnahmen gegenwärtig. 

Die Spannungskurve steigt erst dann an, wenn sich der Verdacht immer stärker verhärtet, dass womöglich Tylers Vater (Dylan McDermott, In the Line of Fire – Die zweite Chance) der berüchtigte Clovehitch Killer ist. Duncan Skiles' zurückgenommene Inszenierung erweist sich dabei durchgehend als unaufgeregt und beobachtend, von Überspitzungen und Gewalteruptionen hält der Regisseur offensichtlich rein gar nichts. The Clovehitch Killer möchte niemals Gefahr laufen, seine Thematik für reißerische Effekte auszuschlachten, das Skript konzentriert sich vielmehr auf die Erfassung des (seit Jahren angstbesetzten) Milieus des konservativ-christlichen Clarksville, deren durch und durch biedere Fassade den geeigneten Nährboden für extreme menschliche Abgründe liefert. Vor allem Dylan McDermott kann hier lange Zeit als oberflächlich liebevoller und fürsorglicher Vater überzeugen, dessen Handlungen nach und nach von einer immer prägnanteren Zweifelhaftigkeit eingeholt werden.

Fazit

Merklich an dem realen Fall rundum den sogenannten BTK-Killer orientiert, erzählt Duncan Skiles mit "The Clovehitch Killer" von einem angstbesetzten Kleinstadt-Milieu, welches erneut von seinen eigenen Dämonen eingeholt wird. Skiles vermeidet es, sich der Thematik auf reißerische Art und Weise anzunähern und formuliert sich vielmehr beobachtend und zurückhaltend, während aus schauspielerischer Sicht vor allem der hier unter Mordverdacht stehende Dylan McDermott überzeugt.

Autor: Pascal Reis

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