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Kriegsveteran Carter Greene lebt zurückgezogen auf einer abgelegenen Farm, wo er um seinen toten Sohn trauert. Das 12-jährige Waisenmädchen Bird musste ebenfalls schon einige Verluste verkraften. Als sie am Todestag ihrer Eltern zum Friedhof zurückkehrt, sieht sie, wie ein eiskalter Killer einen Friedhofsbesucher nach dem anderen erschießt. Völlig verängstigt flieht die kleine Bird und findet schließlich Zuflucht im Haus von Carter, der schwört, sie mit seinem Leben zu beschützen ...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Ungewollt Zeuge eines Mordes werden. Ein Motiv, mit dem Michelangelo Antonioni Filmgeschichte geschrieben hat, als er im kunstfertigen „BlowUp – Ekstaze '67“ über die Möglichkeit einer objektiven Wahrheit sinnierte. Auch „Standoff – Die letzte Zeugin“ bedient sich diesem Anliegen, der Vergleich mit Antonionis Bravourstück jedoch erscheint nicht nur blasphemisch – er ist es auch. Allerdings, und das beruhigt, hat Adam Alleca, Drehbuchautor des misratenen „The Last House on the Left“-Remakes, mit seinem Regiedebüt „Standoff – Die letzte Zeugin“ zwar keine Direct-to-DVD-Perle abgeliefert, aber grundsolide Videothekenware, die man sich durchaus zu Gemüte führen darf. Auch hier steht mit der 12-jährigen Bird (Ella Ballentine) eine begeisterte Fotografin im Gravitationszentrum der Handlung, die auf einem Friedhof zufällig Zeuge davon wird, wie Hitman Sade (Laurence Fishburne, „Man of Steel“) seiner Profession gewohnt kaltblütig nachgeht.

Sie hat sein Gesicht gesehen, sie hat es mit ihrer Kamera eingefangen und muss nun um ihre Leben fürchten: Sade folgt der Maxime, dass jeder, der sein Gesicht gesehen hat, sterben muss. Egal, ob es sich dabei um ein unschuldiges Kind handeln mag. Es wäre aber vielleicht etwas zu eintönig, würde sich „Standoff – Die letzte Zeugin“ nun damit befassen, Bird über eine Laufzeit von 90 Minuten vor Sade flüchten zu lassen, wobei eine stramm inszenierte Hetzjagd natürlich ihren Reiz hat, wenn sie denn mit dem nötigen energetischen Willen in Szene gesetzt wird. Alleca, der auch das Skrip verfasst hat, bringt stattdessen noch eine dritte Partei in seinen Film unter: Den Kriegsveteran Carter (Thomas Jane, „The Punisher“), der durch seine Nachlässigkeit in der Vergangenheit schon den tragischen Tod eines Kindes zu verantworten hatte und den gleichen emotionalen Ballast nicht noch einmal auf sich nehmen kann.

Und sobald sich Sade und Bird im Haus von Carter eingefunden haben, bestätigt sich „Standoff – Die letzte Zeugen“ als High-Concept-Thriller nach DTV-Maß: Carter verschanzt sich im Obergeschoss, Sade lauert eine Etage darunter und fordert den altgedienten Soldaten zu einem Psychokrieg hinaus, der unweigerlich auf seine finale Konfrontation zurollt – und dabei manch wirklich einnehmende Sequenz zutage fördert. Gerade Laurence Fishburne erscheint motiviert und glänzt als redseliger Profikiller wie schon lange nicht. Thomas Jane fällt da als auf Läuterung hoffender Schutzengel etwas ab, ist aber zum Glück noch Schauspieler genug, den Autopilot nicht zu offen auszustellen. Einige Hänger schleichen sich dennoch durchaus in das Geschehen, gerade wenn deutlich wird, wie repetitiv und ohne (wirklich) erkennbare Verdichtung der häusliche Grabenkrieg vonstattengeht.

Fazit

„Standoff – Die letzte Zeugin“ gefällt als reinrassiger High-Concept-Thriller, in dem Laurence Fishburne und Thomas Jane einen zeitweise durchaus spannenden Psychokrieg austragen dürfen. Geistreich ist Adam Allecas Debüt selbstverständlich nicht, auch zu repetitiv gibt es er sich in seinem Gebaren. Für einen lockeren Nachmittag ist „Standoff – Die letzte Zeugin“ aber durchaus geeignet, gerade auch weil Fishburne sich motiviert wie lange nicht mehr ins Zeug legt.

Autor: Pascal Reis

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