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Inhalt

Minas Leben wird komplett auf den Kopf gestellt als Helena, die neue Verlobte ihres Vaters, und deren Tochter Jenny bei ihnen einziehen. Ihre neue Stiefschwester Jenny entpuppt sich als unausstehlich und bald ist Mina mit ihrer Geduld am Ende. Jenny muss verschwinden! Eines Nachts entdeckt Mina im Schlaf die Kulissen hinter ihren Träumen, in der Traumzauberer die Träume der Menschen auf Theaterbühnen zum Leben erwecken. Schnell findet sie heraus, wie sie Jennys Träume manipulieren kann. Was sie aber nicht weiß: Das Eingreifen in die Träume der Menschen hat schreckliche Folgen! Als Mina eines Nachts zu weit geht, bleibt Jenny in ihrem Traum gefangen und kann nicht mehr aufwachen. Mina muss ein letztes Mal in die Traumwelt zurück, um sich den Träumen zu stellen und Jenny zu retten.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Was steckt eigentlich hinter dem Ich? Dem eigenen Sein und vor allem, wie entstehen eigentlich unsere Gedanken? Während Pixar dieses Thema bereits eindrucksvoll mit seinem Animations-Blockbuster Alles steht Kopf aufgegriffen und wahrlich perfektioniert hat, stellt sich nun das Familienabenteuer Mina und die Traumzauberer (OT: Drømmebyggerne) dem Zauber unserer Träume. Die Idee hinter dem Film ist dabei ebenso ungewöhnlich wie seine Herkunft: Denn Regisseur und Autor Kim Hagen Jensen kam die Idee beim … Träumen. So waren es Traumzauberer, die hinter den Kulissen seinen Traum inszenierten und er es schaffte, im Schlaf einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Eine interessante Vorstellung, die dafür sorgt, dass sein Langfilmdebüt nicht nur kreativ sehr originell ist, sondern auch einen unvergleichlichen Charme versprüht. Allerdings ist dies nicht alles, was uns Mina und die Traumzauberer erzählen möchte, denn im Kern geht es eher um Trennung, Verlust und Familie. Insgesamt daher ein Film für die komplette Familie, mit einigen wichtigen Botschaften.

Gerade die Geschichte hinter der knalligen Traumfassade weiß zu gefallen: So ist es doch gerad die Trennung von Eltern, die für viele Kinder sehr real ist. Von Selbstvorwürfen, über Wut hin zur Suche nach Sicherheiten. All dies verpackt Kim Hagen Jensen gekonnt in seinen Film, in dem Mina nicht nur mit einer völlig neuen Situation zurechtkommen muss, sondern mit der (scheinbar) eingebildeten und Instagram fixierten Stiefschwester Jenny den Teufel höchstpersönlich ins Zimmer bekommt. Die Folgen sind klar: Missverständnisse, Revierstreit und ein Kampf um einen kleinen zierlichen Hamster. Das dabei weit mehr hinter dem offensichtlichen Konflikt steckt, wird bereits bei Mina zu Beginn schnell deutlich. Doch auch Jenny ist weit mehr als ein klischeehaftes Abziehbild. Mina und die Traumzauberer setzt dabei besonders auf die fragile Gefühlswelt seiner beiden jungen Protagonisten und versucht in recht reale Situation – und Traumwelten – diese mit wichtigen Botschaften zu versehen. Und auch wenn das Finale recht abrupt kommt, der Weg dorthin offenbart fantastische Familienunterhaltung.

Diese ist dabei ebenso divers erzählt (Cybermobbing, ein im Haushalt helfender Vater, eine Mutter die für ihre Kariere die Familie verlässt) wie abenteuerlich: Gerade der knuffige und bunte Animationsstil von Hydralab (Reven og Nissen, Thelma) weißt dabei zu gefallen und präsentiert eine ebenso gelungen Traumwelt mit Robotern und magischen Figuren, wie durchweg gute Charaktere und Animationen. Etwas schade ist nur, dass die Traumwelt selbst – mitsamt seinem Direktor und den diversen Traumbühnen – etwas unscharf im Hintergrund bleiben. Vielleicht muss auch nicht alles erklärt werden, aber eine stimmigere nachvollziehbare Welt wäre wünschenswert gewesen. Am Ende zählt aber vor allem der Konflikt von Mina und dieser wird in beiden Welten wunderbar miteinander verwoben und mit Humor untermalt. Der Humor selbst schafft es indes, niemals ganz die Oberhand zu gewinnen: Gefühlsausbrüche, ruhige Momente und Slapstickeinlagen halten sich die Waage, sodass es an jeder Ecke etwas zu bestaunen gibt. Ein rundum tolles Kinoerlebnis.

Fazit

Das dänische Kino beweist einmal mehr, dass es nicht unbedingt die großen Budgets sein müssen, um etwas wichtiges – auch im Animations-Genre – zu erzählen. "Mina und die Traumzauberer" entpuppt sich dabei als ebenso gefühlvolles wie humorvolles Familienabenteuer, mit wichtigen Botschaften, jeder Menge Kreativität und einer fantastischen Welt, die eben … ja, zum Träumen einlädt. Eine klare Empfehlung.

Autor: Thomas Repenning

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