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Inhalt

Als Gabriel Drummer von seinem Wehrdienst aus Afghanistan in die USA zurückkehrt, bietet sich ihm ein schockierender Anblick: Was einst sein Zuhause war, gleicht nun den Schlachtfeldern, die er gerade erst zurückgelassen gehofft hatte. Mit seinem besten Freund macht er sich auf den Weg durch postapokalyptische Landschaften, wo man niemand trauen kann, um sich auf die Suche nach seiner entfremdeten Frau und seinem Sohn zu machen. Dabei entgehen ihm Hinweise, dass die Dinge tatsächlich ganz anders sein könnten.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Auch wenn sich Online- und Print-Medien weitreichend das Maul darüber zerrissen haben, dass Man Down in Großbritannien einen grandiosen Fehlstart hingelegt hat (es wurden gerade einmal drei Kinotickets verkauft), so muss man doch wenigstens berücksichtigen, dass das Kriegs-Drama von Dito Montiel (The Son of No One) nur über einen limitierten Kinostart verfügte (zeitgleich fand ein VoD-Release statt). Die heutige Denkweise könnte sich dementsprechend damit erklären lassen, dass es vielen Menschen lieber ist, einen Film auf der heimischen Couch zu sehen, anstatt in Richtung Lichtspielhaus aufzubrechen – eben aus Gründen der Bequemlichkeit. Dass es sich all die Berichte, die immer und immer wieder darauf hinwiesen, dass Man Down (umgerechnet) nur 26$ Dollar einspielten, auch nicht nehmen lassen haben, einen despektierlichen Eindruck vom Werk selbst zu vermittelt, versteht sich angesichts der miserablen Box-Office-Wert von selbst.

Natürlich aber ist Man Down keinesfalls der Reinfall geworden, den man insgeheim erwarten wollte, obgleich es Dito Montiel, der das tragische Privileg genossen hat, Robin Williams im großstädtischen Charakter-Portrait Boulevard ein letztes Mal für das Kino in Szene zu setzen, wieder nicht schafft, künstlerisch Bäume auszureißen. Die Filmographie des Mannes aus New York City ist beeindruckend durchschnittlich und dominiert von Werken, die man mit ziemlicher Sicherheit schon kurze Zeit nach der jeweiligen Sichtung längst wieder aus dem Gedächtnis gestrichen hat. Man Down hat da nun vielleicht das Zeug, eine etwas nachhaltigere Wirkung zu entfachen, beschäftigt sich Daniel Montiel hier doch mit der psychologischen Heftigkeit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), die jeden fünften Veteran anheimfällt. Über 200.000 ehemalige Soldaten sind aufgrund dieser Erkrankung obdachlos, 20 von ihnen begehen tagtäglich Selbstmord.

Aus der Sicht des von Shia LaBeouf (American Honey) gespielten Gabriel Drummer wird dem Zuschauer näher gebracht, wie realitätsfremd und bedrückend die Wahrnehmung einer Person sein muss, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Gabriel hat während seiner Zeit in Afghanistan ein Land erlebt, in dem überall Krieg ist, was ihn zu einem Menschen gemacht hat, der sich ständig im Krieg befindet. Mittels Parallelmontage, die Gabriel vor, während und nach seines Einsatzes beschreibt, wird die gestörte Seele des Mannes herausgearbeitet, der in seiner Heimat nur noch eine postapokalyptische Trümmerlandschaft erkennt. Sicherlich mag Dito Montiel seine kritische Haltung gegen den Kriegs- und Militärapparat etwas zu forciert artikulieren, was Man Down nicht nur platt, sondern gelegentlich auch phlegmatisch erscheinen lässt. In seinen Aussagen allerdings bleibt er durchweg ehrenwert; und bei großen Dingen genügt es bekanntlich zuweilen schon, sie gewollt zu haben.

Fazit

Wenn es um die Filme von Dito Montiel geht, dann hat es sich dabei im besten Fall um ordentlichen Durchschnitt gehandelt. "Man Down" bewegt sich aus diesem Feld ein kleines Stück weit heraus, formuliert Montiel mit seinem Kriegs-Drama doch ein ehrenwertes Anliegen und macht mit aller Vehemenz auf die schwerwiegenden Konsequenzen einer posttraumatischen Belastungsstörung aufmerksam. Dass der Film sich dabei durchweg plakativ verhält, raubt ihm einiges von seiner theoretischen Kraft, dennoch kann man sich "Man Down" durchaus anschauen.

Autor: Pascal Reis

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