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Quelle: themoviedb.org

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„DUNE: PART TWO“ erzählt die Geschichte der mythischen Reise von Paul Atreides, der sich mit Hilfe von Chani und den Fremen auf einen Rachefeldzug gegen die Verschwörer begibt, die seine Familie vernichtet haben. Der junge Paul steht vor der Wahl zwischen der Liebe seines Lebens und dem Schicksal des gesamten Universums. Mit allen Mitteln aber muss er versuchen, eine schreckliche Zukunft zu verhindern – eine Zukunft, die niemand außer ihm vorhersehen kann.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Das noch recht junge Kinojahr 2024 verspricht eine Fülle an aufregenden Filmen und könnte zu einem der herausragendsten des neuen Jahrtausends avancieren. Nicht etwa aufgrund einer Überflutung an Produktionen, sondern im Gegenteil – die Auswirkungen der letztjährigen Streiks werden nun deutlich sichtbar. Während die kommenden Wochen und Monate keineswegs arm an bedeutenden Titeln sein werden, herrscht im Vergleich zu den Vorjahren nun etwas mehr Raum zur Entfaltung. Es ist eine Zeit, in der nicht ein Blockbuster auf den nächsten folgt, sondern in der Dune: Part Two bereits vor seinem Erscheinen als ein monumentaler Meilenstein im gegenwärtigen Kinozirkus betrachtet wird. Das liegt zum einem am Vorgänger, gewiss aber auch an der Tatsache, dass der nächste große Release nicht schon in sieben Tagen ansteht.

s Dune-Filme repräsentieren eine Überzeugung, dass anspruchsvolle künstlerische Visionen und unterhaltsames Blockbuster-Kino keineswegs unvereinbare Konzepte sind, sondern sich im Gegenteil gegenseitig befruchten können. Nachdem der erste Teil möglicherweise Teile des Publikums mit seinem offenen Ende eher ernüchterte, geht die Geschichte nun weiter. Die Marketingstrategie für Dune: Part Two ist klar definiert: größer, besser, umwerfender als sein Vorgänger, der zweifellos großes und fesselndes Event-Kino bot. Dennoch offenbarte der erste Teil, dass er bei der Vermittlung von Emotionen manchmal kälter war als eine nächtliche Wüste. Diese distanzierte Darstellung mag zwar als Stilelement gelten, doch wenn Gefühle zu mechanisch ausgedrückt werden, fällt es schwer, sich davon mitreißen zu lassen. Für den Verfasser dieser Zeilen bleibt dies die größte Schwäche eines ansonsten grandiosen Films.

Eine Schwäche, die auch im Sequel zu finden ist. Aber alleine dadurch das Paul Atreides (war toll, bleibt toll: ) und Chani () nun als Paar deutlich öfters und intensiver miteinander interagieren kann die Fortsetzung in Sachen Zwischenmenschlichkeit wesentlich mehr zur dystopsichen Welt beitragen. Dennoch sind es auch in der Fortsetzung nicht die kleinen Gesten und mimischen Feinheiten, welche das Feuer der Handlung entzünden; stattdessen wird ein fulminantes Inferno entfacht, das durch die Fusion von Bildern und Tönen nicht nur den Wüstenboden erzittern lässt, sondern auch die Leinwand selbst zum Beben bringt. Es gibt im Film Sequenzen, die sensorische Reaktionen hervorrufen, ein vibrierendes Erlebnis, das auf das Publikum überspringt. Ähnlich wie beim Vorgänger gilt auch hier die Regel: Wer Interesse an diesem Werk hat, sollte es auf der größtmöglichen Leinwand erleben – Dune: Part Two ist keine Produktion für Heimkino-Beamer und Eigenheim-Soundanlagen, sondern ein Erlebnis, das seine volle Wirkung nur im Kino entfaltet.

Natürlich existieren zahlreiche Möglichkeiten, eine Leinwand zu füllen. Auch Stille und Zurückhaltung können einer leeren Fläche signifikante Nuancen verleihen. Doch solche Grazilitäten sind hier nebensächlich. Der Film verprasst nicht seine visuelle Opulenz, doch wenn diese Momente kommen, dann entfalten sie eine ungeheure Wucht. Sie dringen voluminös und unaufhaltsam ins Zentrum unserer Wahrnehmung und verleihen der Wüstenwelt eine Größe und Lebendigkeit, die schlichtweg überwältigend ist. Wer von der epischen Qualität des Vorgängers nicht überzeugt war, wird vermutlich auch mit der Fortsetzung nicht warmwerden – Dune: Part Two ist zweifellos eine Fortführung des Vorgängers, sowohl in Bezug auf die Handlung (die relativ nahtlos an das abrupte Ende von Teil eins anknüpft) als auch hinsichtlich der Darstellung seiner Welt und Figuren. Letztere mögen zwar gelegentlich hinter den Erwartungen zurückbleiben, doch angesichts des gewichtigen Schicksals von Paul Atreides ist dies verzeihlich; es ist zu imposant, um Platz für andere Figuren zu lassen.

Dennoch gibt es Momente, in denen andere Figuren hervorstechen. Während die Wiederbegegnungen mit , und weniger Gewicht haben und auch neue Gesichter wie als Imperator und als seine Tochter nicht so auftrumpfen wie erwartet, überzeugt Elvis-Star als Harkonnen-Psychopath Feyd. Eine der Stärken von s nicht uninteressanter, jedoch letztlich eher unbrauchbarer Dune-Verfilmung von 1984 war unter anderem die Ungeheuerlichkeit der Harkonnen. Bei Lynch waren sie wahrlich abscheulich, grausam, hässlich, verachtens- und verdammenswert. Eine durchsetzende Intensität des Abscheulichen fehlt den Harkonnen in Part Two zwar immer noch, doch mit Butlers Leistung nähert sie sich zumindest dem Grad an Unbehaglichkeit, der einem kurzzeitig einen Schauder über den Rücken jagt. 

Als Gegenpol dazu kann man betrachten. Der No Country for Old Men-Schurke ist die einzige Quelle von etwas Humor, doch seine Rolle ist viel essentieller, um religiösen Eifer und teilweise auch Wahn zu illustrieren. Gelegentlich blitzt sogar ein Hauch Heiterkeit auf. Einmal lässt sich mit viel gutem Willen und einem Hang zur Absurdität sogar ein kleiner Verweis auf den Klassiker Das Leben des Brian erkennen, wenngleich nur in minimaler Form. Zendaya nutzt derweil ihre erhöhte Präsenz vor der Kamera geschickt aus. Sie verkörpert nicht nur die emanzipierte Geliebte von Paul, sondern agiert auch als fast schon objektive Stimme der Vernunft und als Kämpferin für ihre Heimat. Ein Drahtseilakt, der ihr gut gelingt, auch wenn sie gelegentlich zu weit die Rolle des Publikums einzunehmen scheint. 

Was im ersten Teil bereits angedeutet wurde, wird im zweiten Teil mit Nachdruck betont: Dune: Part Two ist eine klare Religionskritik. Weniger elegant, dafür jedoch umso effizienter, zeichnen Villeneuve und sein Co-Autor Jon Spaihts dabei die Aorta der Macht nach. Es wird stets deutlich, dass hinter jeder Absicht der unstillbare Hunger nach Macht anderer steht. Auch der Messias ist eben nur eine taktisch immens wichtige Spielfigur. Die Prämisse des White Savior, des guten Erlösers und Befreiers, wird hier konsequent demontiert. Die realen Erfahrungen zeigen, dass Politik und Glaube selten gut miteinander verschmelzen, und diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch den Film. Paul erkennt, dass ihm, wenn er der Macht folgt, nur Grauen und Schmerz im Universum bevorstehen, und dennoch wird er in diese Rolle gedrängt – von seiner schwangeren Mutter (), den Fremen, seinem Rachdurst gegenüber den Harkonnen und der vermeintlichen Alternativlosigkeit.

Teil zwei endet erneut an einem Scheideweg für ihn. Wenn Teil drei, vermutlich mit dem Titel Dune: Messias, eines Tages erscheint, wird anzunehmen sein, dass von dem jugendlichen, tatkräftigen und gewiss auch freudvollen Paul nicht mehr viel übrig geblieben ist. Der Messias steht für Hoffnung und bringt doch nur Vernichtung und Schmerz. Es ist bemerkenswert, wie Dune: Part Two die Kritik am klerikalen Glauben ausformuliert. Für ein Projekt mit einem derartigen Budget ist dies keineswegs selbstverständlich. Natürlich haben auch schon andere Blockbuster versucht, den Messias-Mythos zu dekonstruieren (The First Avenger: Civil War sei hier als Beispiel genannt), doch die Ergebnisse waren oft wohlmeinend, aber auch feige und nichtssagend. Dune: Part Two geht einen anderen Weg. Neben dem Bestreben, erneut die phänomenale Wüstenwelt zum Leben zu erwecken, wird auch viel Aufwand und Zeit darauf verwendet, die größere Absicht, die Botschaft der Geschichte zu verbreiten, umzusetzen. 

Dies bedeutet jedoch auch, dass nicht alles wie im Rausch wirkt. Leider stockt der Film erzählerisch vor allem in der ersten Hälfte ein wenig zu sehr. Der narrative Rhythmus benötigt viel Zeit, bis er seinen richtigen Takt gefunden hat. Dies fällt jedoch nur dann wirklich ins Gewicht, wenn man immun gegenüber der Faszination für die Wüstenwelt und ihren Kulturen und Mythen ist. Insbesondere letzteres präsentiert sich als florierende Stärke des Sequels. Hierbei geht es weniger um das intellektuelle Erfassen, sondern vielmehr um das Erleben und Betrachten – ein Erlebnis, das nur im Kino voll zur Geltung kommt. Ein Ort, der im Jahr 2024 so faszinierend und vielfältig sein könnte wie schon lange nicht mehr zuvor, aber auch unglaublich spannungsarm, denn mit Dune: Part Two könnte bereits im Frühjahr einer der besten und größten Blockbuster gestartet sein.

Fazit

"Dune: Part Two" manifestiert 2024 ein kraftvolles sowie epochales Statement für das Kino. Denis Villeneuve illustriert eindrucksvoll die Dynamik der Macht und bietet eine nicht zimperliche Religionskritik, eingebettet in majestätisches, voluminöses Überwältigungskino.

Kritik: Sebastian Groß

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