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Der erfolglose Träumer Dave baut in seinem Wohnzimmer ein gigantisches Labyrinth aus Pappkartons und verirrt sich darin heillos. Daves Freundin Annie macht sich mit einem Team von Freunden und Kurzentschlossenen an seine Rettung. Doch das Labyrinth entwickelt ein magisches Eigenleben und ist gespickt mit fiesen Fallen, fantastischen Kreaturen und einem blutrünstigen Minotaurus. In all dem irrwitzigen Durcheinander versucht Dave, wenn schon nicht den Ausgang, dann doch zumindest zu sich selbst zu finden.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Manche Dinge müssen einfach hingenommen werden, auch im Film. Dave Made a Maze, das Regiedebüt von , ist dafür ein gutes Beispiel. Wer nämlich hinterfragt, was das alles soll, verdirbt sich nur den Spaß an diesem kreativen Kleinod, dass zum Teil durch Spenden finanziert wurde. Die Geschichte ist dabei eher wenig imposant: Dave (, The Possession of Hannah Grace) gilt als typischer Verlierer, der nie etwas zu Ende bringt. Doch er will es sich nun endlich vor allem sich selbst beweisen, dass er Dinge abschließen kann.

Während seine Freundin Annie (, A Futile & Stupid Gesture) am Wochenende unterwegs war, baute er aus Papier und Pappe im gemeinsamen Wohnzimmer ein Labyrinth. Nun hat er sich aber in seiner eigenen Konstruktion verirrt und seine Freundin betritt mit Bekannten und einem Kamerateam das Gebilde und muss feststellen, dass Daves Labyrinth riesig und mit teils tödlichen gespickt ist. Dazu hat es eine Art Eigenleben entwickelt und breitet sich immer mehr aus.

Im Grunde ist Dave Made a Maze eine klassische Abenteuer- und Fantasygeschichte. Nur, dass alles aus Pappe ist. Handgemacht ist hier Trumpf und beschert dem Film einen individuellen Look, der sein Publikum gewiss spalten wird. Es kommt eben darauf an, ob die Sogkraft des Labyrinthes einen bekommt oder nicht. Wird man von ihr gefasst, ist die Reise durch die verschiedenen Räume ein wirklich einnehmendes Vergnügen, dass mit so vielen liebevollen, absurden und außergewöhnlichen Details vollgestopft ist (u.a. Splattereffekte aus Papier), dass sich eine Zweitsichtugn förmlich aufdrängt.

Die Figuren erweisen sich dabei meist ähnlich platt, wie die Pappscheiben, aus denen das Labyrinth zum Großteil gefertigt wurde. Dave Made a Maze ist kein Film, bei dem ein mitfiebern mit den Charakteren möglich ist. Dafür sind diese zu eindimensional und sind im Grunde nur auf einer zweckmäßigen Ebenen relevant. Stören tut es die Entdeckungsreise aber kaum. Viel spannender bleibt die Frage, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet, denn ein Raumwechsel ist oft zusammenhängend mit einer Genre-Kurskorrektur. Eben noch eine Art klassische Erforscher-Geschichte, dann ein Horrorfilm und später eine komödiantische Puppenshow, eine Art Papp-Muppets. Stilistisch ist das ein wildes Durcheinander, das nicht immer homogen verbunden wird, aber dafür ist es immer zu 100 % fantasievoll.

Allerdings erschöpft sich die Wanderung durch Daves umweltfreundliches Labyrinth auch. In den letzten Szenen, des mit knapp 80 Minuten wohltuend kurzen Films, kommt durchaus ein Ermüdungseffekt auf. Das ist verschmerzbar, denn wer sich bis dahin pudelwohl bei Dave Made a Maze gefühlt hat, wird bestimmt später noch einmal wiederkehren. Wenn auch nicht für die Referenzen, die der Film abfeuert, die wirken leider oft eher plump als spaßig. Das ist aber nur ein kleiner Störfaktor.

Fazit

Mit dem, was wir in die blaue Tonne werfen, hat Regisseur Bill Watterson einen fantasievollen, kauzigen und herzlichen Abenteuerfilm gedreht. Das Ergebnis ist nicht perfekt, bietet dafür aber eine grandiose Detailliebe und haufenweise kleine und große Ideen. Eine durchaus beeindruckende Leistung.

Autor: Sebastian Groß

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