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Antoine Brisebard ist ein erfolgreicher Autor. Als er von einem gewissen Monsieur Jo erpresst wird, probt er schon mal für dessen Ermordung. Bei der tatsächlichen Begegnung sieht sich Brisebard allerdings außerstande, die Tat zu begehen. Tot ist der Erpresser dann durch einen unglücklichen Zufall aber doch. Brisebard versteckt die Leiche in seinem Garten an der Stelle, wo ein Pavillon errichtet werden soll. Doch bald stellt sich heraus, dass Jo zwar tot, aber nicht der von Brisebard eingescharrte Mann ist ...

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Kritik

Der Komödienautor Antoine Brisebard versucht sich an einem Kriminalstück und spielt seine Szenen in seinem Haus durch. Doch das Haus steht zum Verkauf an, und Antoines Inspirationen kommen nicht von ungefähr. Ein Erpresser verlangt von ihm Schutzgeld, und bald reift in dem Autor als letzter Ausweg ein perfider Mordplan. Als der Geldeintreiber in seiner Tür steht, erschießt er diesen aber aus Versehen und muss einsehen, dass es gar nicht so leicht ist, eine Leiche verschwinden zu lassen.

Als Remake der US-Komödie Die Nervensäge befindet sich Louis de Funes schnell in seinem Element. Als cholerisches HB-Männchen stürzt er schon von Beginn an von einer grotesken Situation in die nächste, und die Story behält sich vor, einigen Interpretationsspielraum zuzulassen. Bei genauerem Hinsehen aber zeigt sich, dass der Plot durchaus Methode hat und die Anspielungen dem eigenltichen Element beiwohnen. Das zeigt sich vor allem bei dem Erpresserszenario, das der Zuschauer anfangs eher für eine Idee des Schreibers halten dürfte. Der Bezug zur filmischen Realität wird dann nur in wenigen Telefonaten und der Schlüsselszene deutlich. Leider hat der Film auch ein wenig mit Längen zu kämpfen, die schnell auffallen, wenn der Witz ein wenig ins Hintertreffen gerät.

Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Humor von Anfang bis Ende durchhält und nur selten platt wirkt. Die Einfälle sind teils so schwarz angefärbt, aber niemals geschmacklos, dass es die wahre Pracht ist. Es sind auch einige bizarre Ideen vorhanden, die absoluter Kult geworden sind. Die „Nein-doch-oooh“-Szene oder sonstige Situationsbrüller sind einfach unverwechselbar, und auch sonst werden die Ideen auf hohem Niveau gehalten. Bizarr und realitätsfern sicherlich, deswegen auch so kultig, und die unzähligen Szenen kommen wie aus der Kanone geschossen.

Noch intensiver als sonst ist de Funes in Hasch mich - ich bin der Mörder im Fokus, und das nutzt er, um sein ganzes, wohlbekanntes Repertoire auszuschöpfen. Um ihn herum scharte er sein bekanntes Schauspielerensemble wie Claude Gensac, Michel Galabru oder Bernard Blier, die alle in gewohnter Spielfreude agieren und den Komödienstar blendend unterstützen. Als theaterorientiertes Filmwerk tut das auch Not, da ihre Leistungen auch im Mittelpunkt stehen. Aber keine Sorge, die sind absolut gelungen.

Abseits des Humors ist zwar der Hauptplot immer präsent, aber kann er sich nicht gegen die Ausrichtung zum Humor durchsetzen. Das heißt, dass da kaum Gefühlsregungen aufkommen dürften, wenn ein paar Spannungsmomente eingeflechtet wurden. Dafür ist auch der Eindruck viel zu locker aufgezogen, und selbst die Spannung muss immer Platz für einen Lacher lassen, eliminiert sich demnach gleich selbst. Das ist im ersten Moment etwas schade, aber man wird sich an so vielen Szenen so sehr sattlachen, dass es eben egal ist, wenn die Krimielemente untergehen.

Fazit

Wer die Filme von Louis de Funés mag und "Hasch mich - ich bin der Mörder" nicht gesehen haben sollte, hat schlichtweg was verpasst. Auch wenn sich ein paar Längen eingeschlichen haben, kann der dichte Humor so überzeugen, dass er schnell in die Annalen einging und heute noch als de Funés-Highlight gilt. Einzig Gegner von hektischen Komikerfiguren werden daran keine Freude finden, für den Rest ist dieser Film Pflichtprogramm.

Autor: Sascha Wuttke

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