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DingDong

Kritik von DingDong

Gesehen: Oktober, 2018

Diese Kritik enthält Spoiler.

Die Kritik wird zwangsläufig Spoiler in Form von einzelnen Handlungen der Protagonistin enthalten, also dies bitte beachten. 

Die Protagonistin des Films ist eine junge hübsche Frau über die wir recht früh schon die wichtigsten Informationen und Charakterzüge erfahren. Bereits nach nicht einmal 10 Minuten erfährt der Zuschauer, dass sie andere Menschen aussaugt,  sie impulsiv ist und schnell aggressiv wird und sie nichts auf die Reihe bekommt. Im Verlauf des Films bestätigen sich diese Informationen.

Der Film wirkt fast wie eine Charakterstudie oder eine Art Präventions-Video.  Denn Sarah ist die Sorte Mensch, von der man sich zum eigenen Wohl besser fern hält. Sie selbst ist ein Egoist und weißt dabei bipolare Züge auf. So ist sie oftmals komplett aufgedreht, verrückt und ausgelassen, nur um im nächsten Moment absolut still und in sich selbst gekehrt zu sein. Sarah ist ist impulsiv und wird schnell aggressiv. Sie schmeißt Gegenstände und zerstört mutwillig fremdes Eigentum, in dem sie es anzündet und verschickt Selfies vom Fremdgehen. Auch ist sie in ihren Handlungen enorm kurzsichtig und wägt keinerlei Konsequenzen ab. So braucht sie schnell Geld und vermietet als Lösung ihre Wohnung um dann selbst auf der Straße zu sitzen.  Sie ist unhöflich, respektlos und fühlt sich ständig in ihrer Freiheit beschnitten, worauf sie wieder mit Aggressivität, Unverständnis und mit sich als Opfer fühlen reagiert. 

Andere Menschen sind für sie nur Werkzeuge welche sie zu ihren Gunsten nutzt. Sie braucht Geld und rennt zu Papa, sie braucht einen Schlafplatz und rennt zu Papa, dann zu einer Affäre und dann zu einem Kumpel. Möbel werden einfach bei Ex-Freunden untergestellt und so weiter. 

Bei Konflikten schafft sie es stets, dass die anderen sich im Nachhinein schlecht fühlen, selbst dann wenn sie "unschuldig" sind. Sie ist sich ihrer Optik bewusst, spielt das süße unbeholfene Mädchen und bekommt so das, was sie will. Eine Änderung des Verhaltens gibt es am Ende nicht. Sarah wird sich nicht ändern. 

So eklig sich dies auch anhört und so widerlich sich das Zuschauen auch gestaltet, es ist interessant und von allen Beteiligten überzeugend gespielt. Langeweile kam trotz des gemächlichen Tempos zu keiner Zeit auf und ich war von Anfang bis Ende fasziniert wie erfolgreich Sarah immer wieder bekommt was sie will und es niemand schafft sie aus seinem Leben zu verbannen. 

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