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Inhalt

Sean und Derek haben eine einträgliche Geldquelle entdeckt: Der Eine parkt die schicken Autos der Gäste von Nino‘s Restaurant, der Andere bricht in die leeren Häuser ein, während die Eigentümer nichtsahnend im Restaurant speisen. Monatelang geht alles gut. Bis Sean in einem der luxuriösen Häuser eine junge Frau entdeckt, die in einer dunklen Kammer eingesperrt und angekettet ist. Er versucht die junge Frau zu befreien, doch Cale, der Besitzer, kehrt früher als erwartet zurück. In Panik flüchtet Sean, hinterlässt jedoch deutliche Spuren. Die Polizei hört sich Seans Geschichte mit großer Skepsis an: Schließlich ist er vorbestraft und Cale ein wohlhabender, vorbildlicher Bürger der Stadt. Dass sich hinter dieser Maske ein eiskalter Killer verbirgt, wird Sean und Derek allerdings bald klar. Denn Cale ist nun hinter ihnen her…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Manche Einbrüche enden fatal: In The Collector stolpert der Eindringling in ein Haus voller sadistischer Fallen, während es in Dont Breathe eine Gruppe Jugendlicher mit einem blinden Psychopathen zu tun bekam. Dean Devlin, Autor zahlreicher Roland Emmerich-Filme, gab 2017 mit dem halbgaren Katastrophen-Thriller Geostorm sein Regiedebüt und greift eben jene Idee um einen Einbruch im falschen Haus für seinen zweiten Spielfilm, Bad Samaritan - Im Visier des Killers, auf. Ein Glanzstück ist ihm zwar auch diesmal nicht gelungen, einen ordentlichen Genrefilm hat er diesmal aber doch hinbekommen.

Seine Stärken spielt Bad Samaritan vor allem in seiner ersten Hälfte aus, wenn uns der Psychothriller noch weitestgehend im Dunkeln tappen lässt. Was es mit der angeketteten Frau im luxuriösen Anwesen eines offenbar gestörten Mannes auf sich hat und welche Ziele er verfolgt, all das bleibt zunächst unbeantwortet. Das daraus entstehende Katz- und Mausspiel zwischen Killer und Eindringling baut effektiv an Spannung auf und punktet mit einer dichten, beklemmenden Atmosphäre, welche ihren Reiz vor allem aus dem Unbekannten zieht und aufbaut. 

Je mehr uns der Film aber offenbart, desto mehr verliert er auch an Faszination und Wirkung. Hinter dem mysteriösen Killer verbirgt sich letzten Endes nicht mehr als ein schablonenhafter Bösewicht der einfach nur durchgeknallt ist, während sich sein Psychospielchen immer mehr ins Absurde bewegt. Um es seinen Eindringlingen heimzuzahlen, schlägt er mit zahlreichen fiesen Tricks zurück, mit denen er in ihr Privatleben eindringt. So werden Nacktbilder der Freundin vom gehackten Computer erbeutet und unter ihren Mitschülern veröffentlicht oder dafür gesorgt, dass die Eltern ihre Jobs verlieren. Plausible Erklärungen liefert Devlin dabei aber nur selten, viele seiner Ideen wirken sehr an den Haaren herbeigezogen. 

David Tennant (Doctor Who) stiehlt seinen Schauspielkollegen zwar sichtbar die Show, sein dargestellter Bösewicht verkommt dank des mäßigen Scripts aber auch schnell zur peinlichen Karikatur. Besonders deutlich wird das im enttäuschenden Finale, in dem die Macher jegliches Feingefühl für die Figur verloren haben. Robert Sheehan (Misfits) und Carlito Olivero (Step Up: High Water) stechen dagegen zwar wenig bis gar nicht hervor, bewegen sich aber dennoch auf einem soliden, passablen Level.

Fazit

Keineswegs schlecht, aber mit Luft nach oben: "Bad Samaritan - Im Visier des Killers" spielt seine interessante Grundidee und seine Spannungsmomente vor allem in der ersten Hälfte gekonnt aus, gerät mit fortlaufender Dauer aber verstärkt ins Wanken. Für den kleinen Thrill zwischendurch aber sicherlich nicht verkehrt.

Autor: Sebastian Stumbek

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